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FORUM DER PSYCHOSYNTHESE

 

Blitzlichter vom Forum der Psychosynthese 2006 in Überlingen

Impressionen
Silvia Glöckner, Berlin

-„es wird Zeit für eine Pause, um alte Freunde wiederzusehen“- stand auf einem Zettel, der das Forums der Psychosynthese und das gleichzeitige Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen des Psychosynthese- Hauses ankündigte. So war es dann auch: Das Zusammensein mit alten Freunden und Freundinnen und die Begegnungen mit Gleichgesinnten erfreuten mich aufs herzlichste und gaben mir neue Impulse für den jetzigen All-Tag. Mich loslösen von der sonstigen Hektik: den Ängsten, Verpflichtungen und Sorgen und sich der Heiteren Gelassenheit übergeben, das konnte ich während der Tage gut. Innen und Außen im Dialog sein.
Dass ich meinen Workshop - „Werdet wie die Kinder “- geben konnte, dafür bin ich dankbar. Die Aufregung und die Vorbereitungen haben sich gelohnt. Eine gute Erfahrung! Ich fühle mich reich beschenkt von der Resonanz und den sichtbar werdenden Potentialen der Menschen, die daran teil genommen haben. D a n k e ..
Der Vortrag: -„Lächelnde Stille im Zentrum des Herzens “- war eine Vertiefung der Reise des Herzens, half, sie besser zu verstehen. 'Geh aus mein Herz und suche Freud', kam mir in den Sinn. Im Workshop spürend erfahrbar: Das sehnende Herz, das mit der Quelle, aus der alles Leben fließt, eins werden will. Auch Schmerz war spürbar, mit der Bewusstheit von eigener Vermeidung, Täuschung und Illusion. Die Begleitung meiner Kollegin in ihrem Prozess auf der Suche nach ihrer Wahrheit, war von Schwesterlichkeit getragen. Gegenseitiges Vertrauen war einfach da.. - Beim Contemplative Dance: A c h t s a m k e i t. Aus der S t i l l e in die Bewegung g e h e n. Ich binde den Faden meines Herzens an die Mitte an, und drehe mich und lasse mich von der Länge des Weges nicht beirren. Wir tönen, singen und tanzen gemeinsam. Lebendigkeit und Freude. - Gegenwärtig sein beim „Geheimnis der Zeit “- und Honig sammeln für meine Seele. Die Zeit als ein bewegtes Bild der Ewigkeit ist vorstellbar. Danke an Rudolf. Gelassenheit für das, was kommen will. -
Gefreut hat mich die Begegnung mit den Kollegen aus Berlin mit Ideen und Gedanken für einen zukünftigen fruchtbaren Boden der Psychosynthese in Berlin.
Zu guter Letzt ein großes Dankeschön an das Team vom Psychosynthese-Haus, das es immer wieder schafft eine Atmosphäre und ein Feld von Wertschätzung, Herzenswärme, Achtsamkeit und Heiterkeit zu schaffen. Das, was sie lehren, verkörpern sie auch in ihrem Tun und Sein. Ich habe euch viel zu verdanken und bin euch sehr verbunden.. D A N K E !



Renate Hessel, Obersulm-Eschenau

Überraschende Begegnungen gleich zu Beginn des Forums helfen mir, das Vorwärtstreiben des Alltags zurück zu lassen. Ich erlebe Offenheit, um Gemeinsamkeiten zu entdecken und Gespräche tief gehen zu lassen.
In der Ruhe, bei der Bewegung und der Musik, beim Holding (mit Massimo Rosselli) öffnen sich mir kleine Geheimnisse, die mich jetzt im Alltag unterstützen, immer wieder Momente der Kraft heiterer Gelassenheit dankbar zu erleben.


Antje Sommer, Lörrach

Schimmernde Lichtinseln
auf dem stillen See am Morgen
das Plätschern kleiner Wellen
am Bug unseres Segelbootes
der Blick unter dem Herbsthimmel weit, so weit

Der mächtige Stein, der fast unmerklich
den Weg aus Karl-Heinz´ Händen
ins Gleichgewicht der Leichtigkeit findet

Das geduldige Aushalten
der Ungeduld im Kreis vieler Menschen

Dem kraftvoll-ruhigen Klang der Trommel zu lauschen

Zu spüren, welchen Unterschied es macht,
ob ich rasch oder gemächlich gehe

Die Freude auf den Gesichtern von
Ulla, Gertraud, Karl-Heinz und Karl
als sie uns danken


all das und noch viel mehr
hat mich mit heiterer Gelassenheit beschenkt


Steven Egbers, Überlingen

Angekommen! Der Alltag gibt mich frei und ich betrete eine Insel. Wohltuendes Empfangenwerden und Aufgenommensein. Das enge Ich-Gefühl von vorher weicht sofort einem weiten Wir-Gefühl. Ich weiß nicht, wie sie es machen, dass man sich sogleich als ganzer Mensch fühlt, nicht mehr als Unbekannter, Rolle oder Funktion. Sie sind Schwellenhelfer, laden ein, auf dieser Insel Platz zunehmen und anzukommen mit Präsenz und Heiterkeit. Es tut einfach gut, hier zu sein, Mensch zu sein unter Menschen, die einen dort sehen und berühren, wo man gesehen und berührt werden möchte.
Es gibt wieder ein neues Buch, ein neues Thema, es schwingt, wie das vorangegangene auch, doch schwingt vor allem dieser „andere Geist“: die Achtsamkeit, die Sorgfalt, die Liebe, das tiefe Strahlen, die Freundlichkeit.
So gerahmt, genährt und angewärmt geht es – nach der langen Mittagspause (3 Stunden, gute Güte! Man könnte denken, es gäbe das noch: Zeit) – in die Workshops: Seelennahrung! Ich bin wie ein Schwamm! „Werdet wie die Kinder“. Auch hier, mit viel Sorgfalt und von sicherer Hand geführt eine tiefe Begegnung und Berührung mit sich selbst, verbunden mit einem Impuls, einer Richtung, einem Etwas, das werden will.
Der Sonntag ist der Massimo Roselli Tag. Aushänge weisen schon lange und an vielen Orten auf dieses Ereignis (den Vortrag) hin. Ich habe auch Werbung dafür gemacht und treffe auf dem „Marktplatz“ im Foyer viele Kollegen und Bekannte. Man spürt das Offizielle, Repräsentative, etwas Schicke. Massimo nimmt es an und auf und macht doch sein Eigenes daraus: Er ist ein Botschafter des Herzens und versprachlicht mehrsprachig (Worte, Ausdruck, Gestik …), formt, erschafft gleichsam das Gemeinte auf seiner Bühne und versteht es trotz Rucken und Zucken durch Übersetzungsverluste (konsekutiv Englisch ins Deutsch) seine Zuhörer mitzunehmen auf seine Reise.
Der Workshop, nun ja, entfaltet sich speziell, lässt er doch jeden der über 100 Teilnehmer zu Wort kommen: ein großer Kreis, der von einer Schnecke langsam umwandert wird und hie und da Ungeduld und Unmut erzeugt. Dann lässt er die Trommel sprechen, lädt ein zu Bewegung und Dynamik um anschließend in einer inneren Übung dem Verlangen und, tiefer noch, der Sehnsucht nachzuspüren. Das Übersetzer-Duo, sich redlich bemühend, folgt dem bewegten und beredeten Meister auf Schritt und Wort, fügte den vielen Worten des Meisters noch mehr hinzu und ließ zumindest meinem Bemühen wenig Raum fürs Eintauchen in die Übung.
Der Montag fand einen für mich guten und rasch in die Tiefe gehenden Einstieg über die Rundgespräche, einer indianischen Gesprächskultur, die durch Sprechen von und Aufnehmen mit dem Herzen, eine erstaunliche Mitteilungs- und Zuhörensgüte bewirkt. Der Workshop „Trauern braucht unsere Zeit“ am Nachmittag wies in einen hilfreichen Umgang mit Trauerprozessen ein.
Das Finale, Dienstagvormittag, war wieder in den Händen und Seelen des einenden und heiter stimmenden Psychosynthese Haus Teams, und gelang, wie das Intro bereits, vorzüglich.



Joerge Farmer, Füssen

Immer wieder heitere Gelassenheit in mein Leben einfliessen zu lassen und wachsendes Interesse an Psychosynthese führte mich Ende September des vergangenen Jahres an den Bodensee. Das Kennenlernen des vierköpfigen Ausbildungs-Teams war ein reines Vergügen. Ebenso anregend und vielschichtig wie die angebotenen Workshops war auch der Austausch unter uns Teilnehmern. Wer am Sonntagnachmittag anstatt mit heiterer Gelassenheit, voll ungeduldiger Erwartung zu Massimo Rosselli ging, der konnte Grenzerfahrungen machen. Durch momentane Zustandsäußerungen von etwa einhundert sitzenden Besuchern wurde der Drang nach Bewegung, und nicht mehr zuhören können, quälend. Die auf 'Massimo' angestiegende Spannung durfte sich endlich im Trommeltanz-Rhythmus entladen und so konnte sich die 'Stimme des Herzens' doch noch Gehör verschaffen.
Ich freue mich schon auf das 7. Forum und wünsche Euch allen bis dahin eine gute Zeit!


Was bleibt

Irma Bonekamp, Ennigerloh-Ostenfelde

Jahreswechsel – ein guter Zeitpunkt, innerlich den Teppich auszubreiten und das Jahr 2006 einzuladen, sich niederzulassen. Da zu sein, um mit Bildern, Worten und Gefühlen das Mosaik erlebter und vergangener Zeit zu legen.

Neben dunklen schattierten Bildern steigen rasch Eindrücke vom „Forum“ auf- weiche, warme und lichte Mosaiksteine.
Ich schaue genauer hin, und es kommt

lächelnde Stille
    tanzender Clown
         Gemeinschaft
              Spiritualität
                   Leichtigkeit
                        Freude
                             Stille
                                  Quellkraft
                                       Sein, einfach Sein

Was spürbar wird, ist ein Gefühl von „Nach-Hause-Gekommen-Sein“, und ein fast irrealer Zauber menschlicher Begegnung.

Was bleibt?
Die Schwingung, die in das neue Jahr trägt ... ein Lächeln ...

Danke den vielen Gestaltern, Zauberern und Feen dieses Psychosynthese-Festes!


 
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