Home
Kontakt

Geschichte
Bericht I 2010
Bericht II 2010
Bericht 2008
Bericht 2006
Bericht 2004


FORUM DER PSYCHOSYNTHESE


Ein persönlicher Bericht zum Forum der Psychosynthese 2008 in Überlingen von Irene & Norbert Wickbold, die als Forumsteilnehmer, Workshopgeber und Mitglieder im Vorbereitungsteam ihr Erleben zusammenfassen.

7. Forum der Psychosynthese „Mein Leben- ein Kunstwerk“ vom 3. – 5. Oktober in Überlingen

Nachlese

Meine Erwartungen an das Forum der Psychosynthese waren recht hoch, ging es doch mit dem Titel: »Mein Leben ein Kunstwerk« um mein eigenes Lebensthema. Ich verwende die Kunst privat und in meiner therapeutischen Arbeit als Methode zur Bewältigung von so manchen Stolpersteinen. So war es nicht verwunderlich, dass die durch das Thema vorgeschlagene Betrachtungsweise, die Herausforderungen des Lebens als ein Kunstwerk aufzufassen, schon in der Vorbereitungsgruppe für das Forum wirksam wurde. Inspiriert durch die Titelidee malte es endlich wieder durch mich, ich kam in den Zustand, in dem die Bilder entstehen, die wirklich etwas rüberbringen- und schnell war das Titelbild geboren!


Einiges lässt sich planen, doch vieles bleibt ungewiss. Ein Stückweit hat das Forum sich selbst als Kunstwerk kreiert und dabei eine ganz überraschende Eigendynamik entwickelt. Nun Ja, eben, wie im richtigen Leben. Freitag, 3. Oktober 2008. Recht schnell füllten sich die Räume und es gab viele interessante Begegnungen und Gespräche. Wir, Norbert und ich unterhielten uns entspannt mit Freunden über die Wirkung der Bilder im schön dekorierten Café und genossen unseren Tee. Die drei uns gegenübersitzenden Personen – fast die einzigen uns unbekannten Gesichter –musterten sehr aufmerksam die vielen interessanten Menschen.


Das Forum wurde eröffnet und wir konnten den ersten Satz vom Roman unseres Lebens aufschreiben…Und da waren die drei wieder da, sozusagen auf der Bühne des Lebens: Die genialen Schauspieler der Theater-Sportgruppe Improshnikows vom Theater Ravensburg bestehend aus Jutta Klawuhn, Alex Niess und Walter Metzger begeisterten durch ihren Einfallsreichtum, ihre Spontaneität viel Situationskomik. Allein die Idee, die einzelnen Seminare anhand von Stichworten durch gespielte Szenen darzustellen, war einfach genial. Selten haben wir so gelacht – und waren gleichzeitig so voller Bewunderung für das spontane Umsetzen   und die Vielfalt der Methoden der Schauspieler.
Die Leichtigkeit dieses Abends setzte den Ton für das ganze Forum, welches dann in den Workshops die Kunst in vielfältiger Form darbot: Durch den Kunstgriff der Kreativität neue Perspektiven für die unterschiedlichsten Lebenssituationen aufzuzeigen und zu erfahren.


    


Norbert und ich waren einmal Workshopleiter und  einmal Beobachter. So konnten wir uns gegenseitig durch ein Feedback unterstützen. Am Vormittag betrachtete die Gruppe die zu Norbert in den Workshop gekommen war, anhand von Bildern ein Stück der bisherigen persönlichen Lebenswege und versuchte kreativ einen Ausblick auf die Zukunft und das eigene Alter zu wagen. Bei Irene in der Pantomime am Nachmittag wechselten die Teilnehmer vom Gefühl des Verbundenseins zu dem der Freiheit oder auch dem Abgeschnittensein, in der es die Rückbindung selbst wieder zu suchen und herzustellen galt. Das waren eindrückliche Erfahrungen. Gott sei Dank war dann noch genügend Zeit, um aus der Trickkiste des Theaterspiels ein leichteres Abschlussspiel zu zaubern.

Abends trafen sich die meisten wieder zu einem Superessen, dass von Heinz, unserem bewährten Koch und seinen Helfern kreiert worden war. Wir fanden uns zusammen zu beliebten Spielen von Luise, die mit dem immer jungen Tanz »Sally gardens« kombiniert wurden. Den Abschluss bildete ein wunderschönes Märchen von Luise. Der beste Rausschmeißer, den wir je hatten: Angelika, die Clownin, beendete mit »Guten Abend, gute Nacht« auf ihre Weise den Abend.

Am Sonntag hatten wir nach der Meditation in der Großgruppe in sieben Kreativvorträgen zum Thema »Mein Leben – ein Kunstwerk « viel Spaß und Musse: Ein Vokalchor, Bruschnikla, kleine Meditationen und ein Vortrag zur Clownschule.



Die angefangene Biografie vom Freitag wurde nun in Fünfergruppen ergänzt und ein Ausblick für das weitere Leben gewagt.

Zum Schluss wanderten dann alle Einsichten auf einem Teppich und bildeten zusammen mit den wunderbaren Tonplastiken aus dem Workshop von Traudel Kalt-Berner ein Gesamtkunstwerk besonderer Art. Jeder nahm seinen Teil für sein Leben mit sich Heim. Am Ende blieb ein Satz zurück: Es fliegt in eine lichtvolle Zukunft. Vielleicht kann das als Ausblick bis zum nächsten Forum gesehen werden?
Das 7. Forum der Psychosynthese – Ein Lichtblick in einem sehr aufregenden Jahr, der das ganze Potenzial und die unbegrenzten Möglichkeiten von Kunst und Kreativität, in Kombination mit der Psychosynthese darstellte. Es war, wie eine Italienerin es einmal ausdrückte »Ganz  zauberschön«!

 

 
  © www.psychosynthesehaus.de 2011